In memoriam Caspar Detlef MÜLLER

1927-2003

 

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Source: P.O. SCHOLZ und R. STEMPEL, Nubia et Oriens christianus. Festschrift für C. Detlef G. Müller zum 60. Geburtstag (Köln, 1988) front.

 

Extrait de - Abstracted from:

V. BÖLL, Kirche und Schule in Äthiopien. Heft 56, November 2003, p. 46

< www.tabor-society.de/KuS-56_pdf/nachrufe.pdf >

 

Prof. Dr. Caspar Detlef Müller ist am 24. Januar 2003 im Alter von 75 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in Remagen bei Bonn gestorben. Er war bis zu seiner Emeritierung 1993 Professor für die Wissenschaft vom Christlichen Orient an der Universität Bonn. Sein Spezialgebiet war das koptische Christentum, doch beschäftigte er sich ebenfalls mit Äthiopien und lehrte Amharisch und Geez.

Geboren 1929 in Berlin, studierte er dort Orientalistik, Ägyptologie, Theologie und Amerikanistik. Er promovierte dann 1953 in Heidelberg bei Prof. Frh. von Campenhausen über die koptische Predigt (Die alte koptische Predigt. Darmstadt 1954) und habilitierte dort über die koptische Engellehre (Die Engellehre der koptischen Kirche. Untersuchungen zur Geschichte der christlichen Frömmigkeit in Ägypten. Wiesbaden 1959). 1976 wurde er an den Lehrstuhl für die Wissenschaft vom Christlichen Orient berufen, den er innovativ um die gerade neu entstandene Meroetistik bereicherte.

Eine Bibliographie seiner Werke bis 1988 ist zu finden in seiner Festschrift: Nubia et Oriens Christianus: Festschrift für C. Detlef G. Müller zum 60. Geburtstag. Hrsg. von P. Scholz und R. Stempel, Köln, 1988, XII-XVIII.

 

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